Da geht es mir übrigens nicht anders als euch. Ich bin ja schließlich auch nur ein Mensch und ja, auch ich habe Gewohnheiten, von denen es mir schwerfällt, mich zu trennen. Da ist der Rückfall quasi schon vorprogrammiert.

Aber warum eigentlich bis zum neuen Jahr warten, um etwas zu ändern? Ihr könnt an 365 Tagen im Jahr damit beginnen, den Weg zu einer gesunden Lebensweise zu finden.

Ob eine ausgewogenere Ernährung, der Wunsch nach mehr Bewegung oder mehr Erholungsphasen im Alltag: 

Den richtigen Zeitpunkt, etwas zu ändern, gibt es nicht. Fangt einfach an! 

Denn erst, wenn ihr den Schritt gewagt habt, etwas ändern zu wollen und es in die Tat umsetzt, werdet ihr merken, dass es viel einfacher ist, als ihr bisher angenommen habt.

„Ich schiebe Vorhaben nicht mehr auf. Als ich einfach - ohne Plan B - angefangen habe, habe ich die größten Veränderungen in meinem Leben bewirkt.“

Anne Krenzin

Von der Theorie in die Praxis

Um euch den Weg zu einer gesunden Lebensweise zu erleichtern, habe ich an dieser Stelle noch ein paar Tipps für euch:

Versteht eure Gewohnheiten.

Bevor ihr beginnt, solltet ihr verstehen, woher eure Gewohnheiten kommen und warum ihr sie schon so lange habt. Nur wenn ihr der Ursache vorher auf den Grund geht, werdet ihr auch in der Lage sein, sie dauerhaft zu ändern.

Nehmt euch Zeit für die Veränderungen und übereilt es nicht.

Veränderungen brauchen ihre Zeit. Bedenkt: Ihr möchtet Gewohnheiten ändern, die ihr möglicherweise bereits seit Jahren oder Jahrzehnten mit euch herumtragt. So eine Verhaltensänderung passiert nicht von heute auf morgen. Es ist vielmehr ein Prozess und der braucht Zeit.

Ändert nicht alles gleichzeitig.

Wenn ihr mehrere Aspekte in eurem Leben verändern möchtet, solltet ihr diese nicht alle gleichzeitig angehen. Geht Schritt für Schritt vor und beginnt erst dann mit dem nächsten Step, wenn ihr die erste Änderung in eurem Leben bereits gut umsetzen könnt.

Akzeptiert Rückschläge.

Gesteht euch auch Tage zu, an denen die Veränderung vielleicht nicht so gut oder schnell klappt, wie ihr es euch vorgenommen habt. Es wird immer mal wieder Momente geben, in denen ihr vielleicht schwach werdet und in alte Verhaltensmuster zurückfallt. Das ist in Ordnung und darf auch mal passieren. Ihr dürft an diesen Tagen nur nicht kapitulieren und alle Ziele verwerfen. Nehmt sie einfach an, als das, was sie sind, nämlich nur kleine Stolpersteine, und macht am nächsten Tag einfach weiter.

Praxistipp: Nehmt eure Bedürfnisse ernst. Veränderungen von Gewohnheiten, die man seit Jahren hat, brauchen Zeit. Bleibt am Ball, aber seid nicht zu streng mit euch.

Denkt immer daran: Der Weg zu einer gesunden Lebensweise geht nicht von heute auf morgen. Manchmal sind es auch nur kleine Schritte. Man legt nicht einfach einen Hebel um und dann ist alles anders als je zuvor. Also seid milde mit euch und nehmt euch die Zeit, die nötig ist.

Aber am wichtigsten: Fangt einfach an!

Hilfestellungen, um am Ball zu bleiben

1

Visualisiert eure Ziele

Wenn ihr eure Ziele jeden Tag schwarz auf weiß seht, verliert ihr sie nicht aus den Augen. Ein nützliches Hilfsmittel kann zum Beispiel ein Visionboard sein. 

2

Steckt eure Ziele nicht zu hoch

Wenn ihr euch viele kleine Etappenziele setzt, wird es leichter weiterzumachen. Ein großes Ziel zu erreichen, braucht Zeit und man verirrt sich schnell auf dem Weg dahin.

3

Macht Pläne für Stolpersteine

Für schwierige Phasen sind geplante "Wenn-Dann-Strategien" hilfreich. Gerade, wenn man gestresst ist und man nicht klar denken kann, helfen sie dabei, sich wieder zu fokussieren.