Ich bin ganz ehrlich: Auch ich schaffe es nicht, jeden Tag drei Portionen zu essen – und das, obwohl ich Gemüse total gerne mag und Salat in sämtlichen Variationen auf meinem Teller landet. Die empfohlenen zwei Portionen Obst zu essen, ist kein Problem: Hier eine Banane, da zwei Nektarinen oder zwischendurch mal eine Handvoll Weintrauben – echt easy! Aber beim Gemüse läuft’s irgendwie nicht so.
Warum bekomme ich es also nicht hin? Ich sitze hier und mir fällt tatsächlich kein wirklicher Grund ein.
Vielleicht liegt es daran, dass es bei mir diese klassischen 3-Komponenten-Gerichte, wie zum Beispiel Kartoffeln mit Gemüse und Fleisch oder Fisch, echt selten gibt. Ja, wenn ich Zeit und Muße habe, dann mache ich mir die Arbeit, aber ganz sicher nicht jeden Tag – meist nicht einmal jede Woche.
„Gute Vorsätze scheitern im Alltag selten am Geschmack – sondern meistens daran, dass uns nach einem langen Tag schlicht die Zeit und Muße zum Schnippeln fehlen.“
Anne Krenzin
Die Rohkost-Falle im Alltag
Ich könnte jetzt sagen: „Okay, dann esse ich halt mehr Rohkost!“ und mir jeden Tag den Teller mit Paprika, Gurke oder Kohlrabi vollschnippeln, um ihn nebenbei am Schreibtisch zu snacken. Das ist nicht nur gesund, sondern sicher auch besser, als nebenbei die Schokolade zu futtern (und nein, die gibt es bei der Arbeit nicht jeden Tag).
Wenn ich ehrlich bin, habe ich auch das schon ausprobiert. Ja, zeitweise hat das funktioniert, aber der Aufwand, das ganze Zeug erst putzen und schnippeln zu müssen, ist mir auf Dauer dann doch zu hoch. Und zwar nicht, weil ich mich bewusst dagegen entscheide. Nein! Ich vergesse es einfach – und abends denke ich dann: „Hätte ich ja machen können.“ Routine sieht irgendwie anders aus …
Ich bin mir sicher, der eine oder andere von euch hat sich in diesen Schilderungen gerade selbst wiedergefunden und gedacht: „Kommt mir irgendwie bekannt vor.“
Wenn dem so ist, kann ich euch das Rezept Ofengemüse mit Kartoffeln nur wärmstens ans Herz legen. Denn man nimmt damit nicht nur wirklich viel Gemüse zu sich, es macht auch super satt und schmeckt richtig gut. Und das Beste daran: Der Backofen kocht mal wieder!
Probiert einfach mal aus, ob das was für euch ist.
Rezept: Ofengemüse mit Kartoffeln
Zutaten (für 2-3 Portionen)
6 mittelgroße Kartoffeln (mit möglichst dünner Schale)
1 Paprika
1 Zucchini
250 g Champignons
1 Handvoll Datteltomaten
1–2 Frühlingszwiebeln
1 Paket Schafskäse oder Ziegenkäse
Salz und Pfeffer
Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Basilikum nach Geschmack (frisch, getrocknet oder tiefgekühlt)
Olivenöl
Kräuterquark
Zubereitung
Kartoffeln vorbereiten: Kartoffeln mit Schale waschen und jeweils in 3 Stücke schneiden.
Gemüse und Käse vorbereiten: Gemüse waschen, putzen und schneiden. Darauf achten, dass das Gemüse nicht zu klein geschnitten wird, sondern die Stücke relativ groß bleiben. Den Käse in Würfel schneiden.
Auflaufform befüllen: Kartoffeln und Gemüse gleichmäßig in einer Auflaufform verteilen, mit Pfeffer, Salz und den Kräutern würzen, den Käse darauf verteilen und reichlich Olivenöl darübergeben.
Im Ofen garen: Bei 175 °C ca. 25–30 Minuten garen lassen. Mit einer Gabel testen, ob die Kartoffeln weich sind (je kleiner die Kartoffelstücke, desto schneller sind sie gar).
Nun noch auf dem Teller anrichten, einen Klecks Kräuterquark dazugeben und fertig ist die vollwertige Mahlzeit.
Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!
Warum Gemüse für unsere Gesundheit so wertvoll ist
Sattmacher mit viel Volumen
Gemüse besteht zu einem großen Teil aus Wasser und steckt voller Ballaststoffe. Das sorgt für ordentlich Volumen auf dem Teller und im Magen. Der große Vorteil: Du wirst richtig gut und langanhaltend satt, nimmst dabei aber nur relativ wenig Kalorien auf – ohne das Gefühl zu haben, auf etwas verzichten zu müssen.
Nährstoff-Paket für jeden Tag
Gemüse liefert eine geballte Ladung an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Diese Stoffe braucht der Körper für unzählige Prozesse, die in unserem Körper jeden Tag ablaufen.
Gutes Bauchgefühl und konstante Energie
Die enthaltenen Ballaststoffe sind das perfekte „Futter“ für unsere Darmbakterien und bringen die Verdauung in Schwung. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen nur langsam ansteigt – das beugt dem klassischen Nachmittagstief und plötzlichen Heißhungerattacken vor.